Was ist Kinesiologie?

Das Wort Kinesiologie kommt aus dem griechischen „Kine“ (Bewegung/bewegt sein) und „Log ie“ (Lehre). Es steht in der Heilkunde für Bewegungslehre und damit für die Frage: Was bewegt mich sowohl innerlich als auch äußerlich? Kinesiologie befasst sich mit den unterschiedlichen Reaktionsweisen unseres Körpers in Bezug auf Veränderungen, Herausforderungen und den Umständen, in denen wir leben. Sie spricht Körper, Geist und Seele an, die die Individualität eines jeden Einzelnen ausmachen. Kinesiologie zeigt uns Blockaden in diesen Ebenen an und gibt uns zahlreiche Möglichkeiten, solche inneren Hürden zu überwinden.

Das Ziel meiner Behandlung ist es, blockierte Energie auszugleichen, um eigene Fähigkeiten zu aktivieren und Veränderungen herbei zu führen. So sorgt die Kinesiologie für mehr Klarheit, Wahlmöglichkeiten, körperliches Wohlbefinden und Verständnis. Wir selbst sind die Quelle, aus der wir schöpfen können, was immer wir brauchen!

Bestandteile der Kinesiologie

Muskeltest

Der Muskeltest / Biofeedbeck System des Körpers ist das Hilfsmittel meiner kinesiologischen Behandlung.

Wie funktioniert das?

Wir besitzen zwei Arten von Muskulatur: Willkürliche und unwillkürliche, Grundanspannung der Muskeln, um uns aufrecht und gerade zu halten. Unsere Muskeln reagieren auf Einflüsse von außen wie Stress, Unfälle, Kälte, Wärme und auf etwas Gehörtes. Wenn wir unter negativem Stress stehen, verspannt sich die Muskulatur, manchmal ohne dass wir es wahrnehmen. Viele kennen den Moment, wo wir eine schlechte Nachricht bekommen und uns die Knie weich werden und wir uns hinsetzen müssen. Unsere Beinmuskeln geben nach und wir haben das Gefühl, nicht mehr stehen zu können. Das ist eine Reaktion auf etwas, das wir hören und unser Körper reagiert. Wir brauchen dann einen Moment im Sitzen oder Anlehnen und dann geht es plötzlich wieder. Bei Unfällen kann es sein, dass die Muskulatur ganz plötzlich in eine Verkrampfung gerät und sich danach nicht von alleine wieder lösen kann. Auf Kälte reagiert die Muskulatur mit Zusammenziehen. Bei Wärme entspannt der Muskel wieder.

Ich bin die Quelle aus der ich schöpfen kann, was immer ich brauche.

Kinesiologie ist sowohl aus älteren als auch jüngeren Erkenntnissen entstanden:

    Sie vereint
  1. traditionelle chinesische Medizin = Meridiane, Energielehre, Akupunkturpunkte
  2. Chiropraktik = Wissen um Skelett und Muskulaturfunktion
  3. Gehirnforschung = Reaktionen im Gehirn
  4. Stressforschung = Was passiert bei Stress im Körper?
  5. Verhaltensgenetik = Körpermerkmale und dazugehöriges Verhalten

Ursprung der Kinesiologie

Der Begriff „Angewandte Kinesiologie“ stammt vom US-Amerikaner Dr. George Goodheart, der als Chiropraktiker als erster bekannte Methoden kombinierte: Er verband die chinesische Energielehre mit Reflexpunkten und entdeckte so bestimmte Reaktionsweisen auf Muskeln. Auf diese Weise konnte ein Gleichgewicht wieder hergestellt werden und die Lebensenergie fließen.

    Hauptmethoden der angewandten Kinesiologie:
  1. Touch for Health
  2. Three in One – Concept

Zusammen mit seinen Mitarbeitern Dr. John F. Thie entwickelte Goodheart die Methode „Touch for Health“ – Gesund durch Berührung. Sie schafften es, eine „ganzheitliche Methode“ zur Aktivierung des körperlichen und seelischen Gleichgewichtes zu entwickeln, die in 55 Ländern gelehrt wird und auch im Bereich der Heilberufe als Einstieg in weiterführende kinesiologische Techniken dient.

Die Verhaltensgenetiker Gordon Stokes, Daniel Whiteside und C. Callaway entwickelten das „Three in One Concept“ – drei in einem. Sie beschäftigten sich mit Körpermerkmalen (z. B. Länge der Finger, Größe der Nasenflügel, Gesichtsform, Größe der Iris) und damit verbundenen Reaktions- und Verhaltensweisen. Körpermerkmale sind einerseits genetisch bedingt vorhanden, werden aber auch abhängig von Erfahrungen geprägt.

Beispiele hierfür sind:

  1. Jemand der lange Beine hat, wird unter Stress gerne sitzen.
  2. Jemand mit kurzen Beinen, fühlt sich unter Stress besser, wenn er in Bewegung bleibt.
  3. Jemand mit voller Unterlippe ist von Natur aus großzügig
  4. Jemand mit einer schmalen Unterlippe ist von Natur aus nachdenklich
  5. Jemand mit breiten Nasenflügeln verlässt sich von Natur aus auf sich selbst
  6. Jemand mit schmalen Nasenflügeln verlässt sich von Natur aus auf die Zustimmung anderer

Diese Merkmale werden nicht bewertet, sondern festgestellt, jeder hat seine ihm eigene Reaktions- und Verhaltensweise.

„Three in One Concept“ vereinigt Techniken aus der angewandten Kinesiologie, aus „Touch for Health“ mit Forschungsergebnissen und Erkenntnissen aus der Neurologie und Verhaltensgenetik. Alles zusammen ermöglicht dem Therapeuten eine sehr persönliche, individuelle Behandlung.

Der Gründer der pädagogischen Kinesiologie – Brain Gym (Gehirn Gymnastik) - war Paul E. Dennison. Lernen gelingt besser, wenn das Gehirn als Ganzes funktioniert. Übungen zur Integration der Gehirnbereiche schaffen neue Möglichkeiten der Konzentration und Merkfähigkeit.

Es gibt viele verschiedene Methoden in der Kinesiologie und alle haben ihre Schwerpunkte und Möglichkeiten einen Ausgleich zu erzielen.

Kontakt mit dem kinesiologischen Therapeuten

Gründe für den Besuch eines kinesiologischen Therapeuten sind unter anderem Blockaden in der Lebensenergie, wahrnehmbar als Stress, Lernschwierigkeiten, sich immer wiederholende Verhaltensmuster und Schmerz.

Was ist Stress?

Unser Körper reagiert auf Stress in zwei Arten: positiv und negativ!

Positiver Stress, auch Eustress genannt, aktiviert die Belohnungsbahnen des Gehirns, was wiederum zur Ausschüttung von Endorphinen führt. Diese erleben wir beispielsweise bei einem Sieg, einer bestandenen Prüfung oder Vorfreude. Das Herz hüpft vor Aufregung, wir fühlen uns berauscht und zu Höchstleistungen befähigt.

Negativer Stress, auch Dystress genannt, sorgt für Gehirnaktivität im Stammhirn und weniger Durchblutung in Frontalhirn und Stirnlappen. Das Stammhirn sorgt für den „Überlebensmodus“ im Körper, die Herzfrequenz erhöht sich, der Puls steigt, die Atmung beschleunigt sich, Muskeln spannen an; all das soll helfen, im Kampf oder Flucht zu überleben. Diesen negativen Stress erleben wir immer dann, wenn es Stressoren gibt, die dafür sorgen, dass unsere Verbindung zwischen linker und rechter Gehirnhälfte nicht mehr aufrecht erhalten wird.

Diese Verbindung ist blockiert, so können wir nicht alle unsere Fähigkeiten / Möglichkeiten ausschöpfen und so keine adäquate Verarbeitung der Stressoren erzielen.

    Links
  1. Wahrnehmung von Einzelheiten
  2. geht ins Detail
  3. analysiert
  4. überlegter Handeln
  5. kontrolliert Gefühle
  6. strukturiert, plant
  7. Sprache, Rechnen, Schreiben
  8. kritisiert
  9. Zeit und Zweck orientiert
  10. urteilt richtig/falsch
  11. sucht Unterschiede
    Rechts
  1. Wahrnehmung des Gesamtbildes
  2. fasst zusammen
  3. impulsiv, spontan
  4. Kreativität
  5. Sprachverständnis
  6. lässt Gefühle zu
  7. Rhythmus
  8. selbst bestimmt
  9. von außen nicht erkennbare Ordnung
  10. offene und tolerante Haltung
  11. sucht Gemeinsamkeiten

Es entscheidet die Summe und Häufigkeit aller Einflüsse sowie die Kontrolle darüber, ob der Dystress eintritt oder nicht. Wenn er eintritt, sorgt er dafür, dass das Gehirn auf „überleben“ geschaltet wird. Es wird für Gehirnaktivität im Stammhirn gesorgt und für weniger Durchblutung im Frontalhirn und Stirnlappen. Diese wiederum sorgen für unser bewusstes und planmäßiges Handeln.

Da wir heute in einer Welt leben, wo Kampf und Flucht nicht mehr unbedingt eine zeitgemäße Reaktion ist, kommt es stattdessen dazu, dass Stagnation eintritt. Man fühlt sich wie gelähmt, kein Ton geht einem über die Lippen, wir verstummen. Wir brauchen sehr viel Kraft, um nicht zu resignieren, „Wir müssen die Kontrolle behalten“ ist die Devise. Stresssituationen kennen wir alle in unterschiedlichen Qualitäten, z. B. Prüfungsangst, zu hohe Anforderungen und Erwartungen, Streitereien innerhalb und außerhalb der Familie, Schulanfang, Schulwechsel, beruflicher Druck, Aggressivität, Trennung (der Eltern), Zeitdruck und/oder Umzug.

Alle unsere verschiedensten Reaktionen durch Stress werden in unseren Zellen gespeichert. Bei jeder neuen Stress -Situation greifen wir auf die erlernten Verhaltensweisen, Reaktionen und Erfahrungen zurück und handeln immer sehr ähnlich wie beim ersten (oder letzten) Mal. Dieses führt dazu, dass wir oft anfangen, an uns zu zweifeln und unser Selbstvertrauen schwindet. Oft schaffen wir es nicht, neue, kreative Lösungen zu finden oder eine andere Wahl als beim letzten Mal zu treffen. Der Kreislauf beginnt von vorne, und das alte Verhalten ist wieder präsend.

Was ist passiert?

Wir haben eine Stress besetzte Situation erlebt, unser Gehirn blockiert an verschiedenen Stellen, so dass uns keine Wahlmöglichkeiten bleiben. Wir können also nur auf unsere alte, vertraute (Verhaltens-)Weise handeln.

Was können wir tun, damit es uns besser geht?

Wir kennen uns selbst am besten, daher sollten wir uns eigenverantwortlich auf den Weg machen, für uns selbst zu sorgen. Niemand sonst weiß so genau, wie ich mich fühle und was für mich notwendig ist, damit es mir gut geht, wie ich selbst. Wenn ich möchte, dass es mir gut geht, kann nur ich etwas dafür tun.

"Geh du vor" sagt die Seele zum Körper, "auf mich hört er ja nicht!" "Ich werde krank werden" sagte der Körper, "dann hat er Zeit auf Dich zu hören"... - Ulrich Schaffer -

05361 - 891 242 2

Vorträge & Workshops

Gerne halte ich Vorträge z.B. Was ist Kinesiologie? | Kindergesichter sehen und verstehen | Stressmanagement in der Schule.

Sie können mich zu Elternabenden in Schulen oder Kindergärten einladen, ich komme auch in den Unterricht oder schule Lehrer/innen. Gern gebe ich Tipps zur Verbesserung der Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit der Schüler und den Abbau von Lernblockaden.

Gesichter sehen - Menschen verstehen | „Wer bin ich?“ „Wer bist Du?“
Ein Gesicht spricht lauter als Worte. Wie wäre es, wenn Sie an Ihrem Gesicht erkennen könnten, welche Stärken Sie haben.